Autor
Robert Egestorf
Postfach 120201
65080 Wiesbaden
info@robert-egestorf-sen.de
www.robert-egestorf-sen.de
Sachbuch
570 Seiten






Verantwortung wahr-
nehmen - ist das
Gebot der Stunde.

Ausgabe 2015
erschienen bei
Amazon My Space
Alle Rechte vorbehalten
Format: Taschenbuch
Preis: 16,91 Euro
ISBN 978-1505878172







Jesus (Lehrer der Welt,
Albert Einstein)
Ich bin der Weinstock,

Ihr seid die Reben.

Herzlich willkommen auf meiner Homepage!
Persönliche Verantwortung, Nachfolge, Nächstenliebe,
Gerechtigkeit, Vorbilder, usw. sind meine Themen.

Zum Titelbild:

Gebt den Hungrigen zu essen, nehmt Obdachlose in euer Haus, kleidet den, der nichts anzuziehen hat, und helft allen in eurem Volk, die Hilfe brauchen. Dann strahlt euer Glück auf wie die Sonne am Morgen, und
eure Wunden heilen schnell; eure guten Taten gehen euch voran, und meine Herrlichkeit folgt euch als starker Schutz. (Jesaja 58, 7 u. 8)

Kirchenpräsident Martin Niemöller mahnte immer wieder die persönliche Verantwortung an. Ich widme dieses Buch Herrn Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, der sie vorbildlich verkörpert,

und ich möchte an Prinz Claus der Niederlande (1926-2002) erinnern:

  • Liebe nicht gemeint als warmes Gefühl, sondern als praktische Solidarität.
  • Einen anderen nicht verhungern lassen, nicht aussondern.
  • Hab lieb den Nächsten, den Fremden, der dir gleichwertig ist, jag ihn nicht weg, mache ihm keine Angst, er hat dieselben Rechte wie du.
  • Der Fremde ist der Nächste schlechthin.
  • Jede dogmatische Entschiedenheit war ihm fremd.
  • Gottesreich: Wo Menschen in Würde leben dürfen.
  • Niemand lebt für sich allein, stirbt für sich allein, ob wir leben oder sterben, es ist für den Herrn, ihm gehören wir.

Mutter Teresa an Navin Chawla, der über sie eine autorisierte Biographie schrieb:
"Was immer Sie tun, was immer Sie schreiben: Tun Sie es zu Ehren Gottes und zum Wohle aller Menschen."
Darum habe ich mich bemüht.
Dazu aus dem Artikel "Engel für andere" von der Frankfurter Rundschau vom 08.02.2011:
Pfarrerin Bea Ackermann aus Wiesbaden-Auringen kümmert sich um Menschen in Not. Nun hat sie ihre eigene Stiftung mit einem Grundkapital von 200.000 Euro gegründet - die "BeA-Stiftung."

Adam, wo bist du? Hier bin ich!

Warum dieses Buch? (dazu der erweiterte Klappentext)

Durch ein Schlüsselerlebnis im Jahre 1995, als im Radio die Rede vom späteren Kirchenpräsidenten Martin Niemöller wiederholt wurde, die er 1946 gehalten hatte, war für den Autor nichts mehr wie vorher. Der Ruf Gottes hatte ihn erreicht: "Adam, wo bist du?" Ein Wegschauen war nicht mehr möglich. M. Niemöller, der Dachau mit viel Glück überlebt hatte, forderte die persönliche Verantwortung ein und er zitierte dazu den Heiland: "Willst du Mensch sein, dann folge mir nach." und z. B. "Was ihr getan habt einem von meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan."
Danach drängten sich für den Autor viele Fragen auf. Ursachenforschung und Überzeugungsarbeit für eine Umkehr und Nachfolge waren angesagt. So die Frage: Seit 2000 Jahren sollte es für alle besser werden; wenn aber bei vielen Menschen von der großen Freude keine Rede sein kann, dann stimmt doch wohl was nicht, bzw. es fehlt was?
Der Philosoph Prof. Sloterdijk: "Wie lange kann das gut gehen? Wie lange kann die Gesellschaft den schreienden Gegensatz zwischen den künstlichen Paradiesen der Wohlstandszone und den Elendscamps der Ausgeschlossenen noch ertragen?"
Die Theologin und Pazifistin, Dorothee Sölle (1929-2003), am 18.11.2001: "Angesichts der Barbarei auf der Welt, kann man sich nur an Gott erinnern."
Der jüdische Schriftsteller Jonathan Littel 2008 im Spiegel: "Wenn wir uns die Welt anschauen, ist alles ein Horror." Der Wille Gottes, vom Heiland, dem Juden Jesus von Nazareth (Lehrer der Welt, so Albert Einstein) unmissverständlich gelehrt und vorgelebt mit der Aufforderung ihm zu folgen, ist auf der Strecke geblieben… aber sie nahmen ihn nicht an. "Könnt ihr denn nicht einmal eine Stunde mit mir wachen?" (Matth. 26, 40)

Helmuth James Graf von Moltke (1907-1944 hingerichtet) >...Besprochen wurden Fragen der praktisch-ethischen Forderungen des Christentums. Nichts weiter; dafür werden wir verurteilt...<
Dazu der Träger des intern. Nürnberger Menschenrechtspreises 2001, Bischof Samuel Ruiz Garcia: >...Verantwortliches Handeln bezeugt mein Glauben. Christlicher Glaube verstanden als Auftrag konkret und praktisch im Alltag sich der Nöte der Menschen anzunehmen...<

Der Pastor, Politiker, Publizist Friedrich Schorlemmer "Eisige Zeiten" (1993 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels), Mitbegründer der DDR-Bürgerbewegung "Demokratischer Aufbruch": >...Es zählen nur noch Ansehen, Posten, Besitz. Doch Geld korrumpiert die Seele…Wenn es mir gut geht, überlege ich: Was kann ich abgeben an die, die nichts haben. Das ist für mich Solidarität... Menschlichkeit muss eine Lust sein -keine Pflicht...<
Gib der Hoffnung ein Gesicht, gute Worte reichen nicht. So das Lied im Gottesdienst am 6. Dezember 2009 im DLF. Und was war noch zu hören: Weggeben und nichts zu verlieren, das ist Erfüllung. So ist es vom Herrgott angelegt.
Aber wir können auch hoffen. Jean Ziegler sinngemäß: Wir erleben ein Erwachen der Menschlichkeit, ein Aufstand des Gewissens >...Der Herrgott, so Ziegler, hat nur unsere Hände. Und wenn wir nichts tun, passiert nichts...<

Eugen Drewermann: Was mich zum Christen macht, ist, wie stimmt mein Leben mit Jesus überein? Der Heiland, so Drewermann, stellte sich die simple Frage als er die armen Schlucker sah: "Wie bekomme ich die da raus?" Da sind wir am Kern der frohen Botschaft. Der Priester Franz Reinisch (1903-1942 ermordet): "Theologie ist ein Hilfsmittel, ein Kampfmittel, nicht Selbstzweck." Hier ist die Nachfolge gefordert, die meistens ausgeblendet wird. Der Theologe Philipp Melanchthon, ein Freund Luthers: "Wir haben es zu richten, dass die Welt nicht zugrunde geht."

Aber wer will sich mit unbequemen Wahrheiten beschäftigen? Hier hat sich die persönliche Verantwortung der rechtschaffenden Menschen zu bewähren.
Der Schriftsteller Thomas Bernhard: "Es gilt zu schreiben, was niemand schreibt."

So war auch der Frage nachzugehen: Wer verkörpert den Geist der Bergpredigt, den Geist vom barmherzigen Samariter (Lukas 10, 25 f.)? (Kern und Messlatte der frohen Botschaft) An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen! (Matthäus 7, 15 f.) Diesen Geist erkennt der Autor z.B. bei Jan Huss (1369-1415) Thomas Münzer, Robert Blum, Rosa Luxemburg, Bertha von Suttner (Die Waffen nieder!), Mahatma Gandhi, Martin Luther King, Dorothee Sölle, Frau Ranke-Heinemann, Leonardo Boff, Nelson Mandela, Jörg Zink, Hans Küng, Christian Führer, Friedrich Schorlemmer, beim kath. Theologen Prof. Albert Keller - Beten genügt nicht - Daniel Ellsberg, der 1971 die Pentagon-Papiere über den Vietnamkrieg veröffentlichte, Daniel Barenboim usw.

Was ist aus dem Vermächtnis z. B. von Dietrich Bonhoeffer, verdichtet in seiner Formel "Kirche für andere" geworden? "Die Kirche ist nur Kirche, wenn sie für andere da ist. Um einen Anfang zu machen, muss sie alles Eigentum den Notleidenden schenken. Die Pfarrer müssen ausschließlich von den freiwilligen Gaben der Gemeinden leben, evtl. einen weltlichen Beruf ausüben…Keine Religion mehr als Flucht aus der Verantwortung. Kein Lückenbüßer-Gott mehr, kein Christus als Medizin für die Krankheiten dieser Welt, die wir selbst kurieren sollen."
Ein "Bonhoeffer" mit der Macht des Papstes ausgestattet. Das wäre im Sinne der Hungernden, der Gedemütigten. Das wäre die Umkehr. Aber was geschah mit Bonhoeffer, diesem wahrhaftigen Nachfolger? Sein letzter Weg führte zum Galgen. Wenn sein Grab zur Pilgerstätte wird, dann wäre das auch eine Auferstehung der frohen Botschaft.

Der Autor ist der Meinung: Wenn ihm schon die Schuhe dieser großen Vorbilder, die ihre persönliche Verantwortung wahrnahmen und wahrnehmen, allesamt viel zu groß sind, dann will er wenigstens an möglichst viele erinnern; so auch an Bischof Johann Sailer, Heinrich Pestalozzi, Heinrich Heine, Carl von Ossiesky, Stefan Zweig, die Mitglieder der "Weißen Rose", Hannah Arendt, Dolores (die spanische Revolutionärin, Politikerin der Arbeiterbewegung), Jean Monnet und Robert Schuman, (die Gründerväter Europas), Vaclav Havel, Julius Fucik, Kurt Schumacher, Martin Buber, Itshak Rabin, Pater Rupert Mayer, Rudi Dutschke, usw. Es wurde so auch ein Buch gegen das Vergessen.
Ebenfalls war zu beleuchten, die Rechtfertigungslehre, die Befreiungstheologie, zweierlei Maß, die 68iger Bewegung, aber auch die so genannten "hessischen Verhältnisse" 2008/2009.

Er knüpft an Heiner Geißler an "Was würde Jesus heute sagen?" - Die politische Botschaft des Evangeliums- und erinnert an das Buch von Heidi Schüller, Wir Zukunftsdiebe, die darin feststellt: "Aber insgesamt gibt es immer mehr Jugendliche, die sich von der Erwachsenenwelt abwenden, von ihrer Verlogenheit, ihrer Verantwortungslosigkeit."

Der Weg aus der Krise ist der Weg der konkreten guten Taten. Im Porträt vom 4. Oktober 2004 im Wiesbadener Kurier bringt es die damals 22 jährige Vera Schneider, die in einem Slum in Tansania ihre Erfahrungen machte, auch auf den Punkt: "Viele reden viel und machen nichts...Mir ist klar geworden, was für ein krasser Egoismus bei uns herrscht."

Stefan Aust: "Rudolf Augstein (SPIEGEL-Herausgeber) wollte Öffentlichkeit herstellen, nicht mehr, aber auch nicht weniger." Soweit Stefan Aust. Die soll auch die Spendenbereitschaft zu mehr Wettbewerb beflügeln. (Man zündet ja auch keine Lampe an und deckt sie dann zu.
Matthäus 5, 14 f.)

Für mehr Transparenz setzt sich z. B. auch Andreas Rickard ein. Im HR, Doppelkopf am 28.04.2010 zum gemeinnützigen Engagement: "Leute, die sich engagieren sind nach einer Studie glücklicher und gesünder." Der Autor hofft, dass Herr Rickard auch beim ehemaligen Postchef, Herrn Klaus Zumwinkel, und anderen ein Umdenken voranbringt.

11.08.1998 Wi-Wochenblatt "Samariter für globalisierte Welt" -Landesbischof Dr. Friedrich Weber für Barmherzigkeit für Freund und Feind-
>…In einer globalisierten Welt müssten sich die Menschen entscheiden, ob sie - im Bild gesprochen- den Überfallenen auf der Straße von Jericho nach Jerusalem liegen lassen wollen oder der christlichen Barmherzigkeit folgen und ihm beistehen würden… In einer globalisierten Gesellschaft könne auch der Feind ein Nächster sein…<

Was ist aus diesen Appellen geworden? Was ist mit den Früchten? Nahm die Ungerechtigkeit, das Elend, der Hass, die Wut nicht weiter gefährlich zu?
Dazu der Theologe Jörg Zink, wahrhaftiger Nachfolger, vor dem ich mich verneige, Autor zahlreicher Bücher, im HR Doppelkopfgespräch am 22.11.2007: >Ich war der rote Zink oder der grüne Zink. Ich habe eine ganze Sammlung von Beschimpfungen ertragen müssen…Wenn man als Christ weiß, dass man von Gott ernst genommen und geliebt wird und es paar Menschen gibt, die einem lieben, braucht man keinen Applaus…Von himmlischer Ruhe hält er gar nichts. Er freut sich schon auf neue Aufgaben im neuen Leben…Heute beschäftige ich mich mit der Zusammenarbeit unter den Religionen…Müssen wir denn immer sagen, dass wir besser sind als die Moslems. Wir sind keine Feinde, wir sind Verbündete, wenn es um Frieden und Gerechtigkeit geht…Gerechtigkeit sucht den Ausgleich und nicht das eigene Recht…<

Aus seinem Buch "Erfahrung mit Gott": >...Wer vom Tisch Jesu aufsteht, hat weniger Zeit an sich selber und mehr an andere zu denken. Das stillt den Lebenshunger. Die Mühe zerrt das Leben nicht aus, sie ist sinnvoll und bringt ihre Frucht...<

Wer macht mit? Damit aus dem Schneeball eine Lawine wird. Hier hofft der Autor auf Unterstützung der Medien. Bischof Desmond Tutu von Südafrika im Gespräch mit Marion Gräfin Dönhoff: "Ohne diese Unterstützung hätte ich nichts erreicht."
Lasst uns Menschen werden, die anderen ihre Kreuze erleichtern. Das wäre die Umkehr, das wäre gelebtes Christentum.

Was sagte Theodor Herzel (1860-1904), als es um die Gründung des Judenstaates ging: "Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen." Mensch, wo bist du? so die biblische Losung vom Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen. Wenn Kardinal Karl Lehmann 2002 fragt: "Wie können die Kirchen wieder ihrer Weltverantwortung gerecht werden?" -Dann hat der Autor die Antwort gegeben.-

Der Autor, geboren 1940 in Bordenau bei Hannover, Vater Landwirt (in Stalingrad 1942 gefallen), zwei ältere Geschwister, zwei jüngere Halbgeschwister, aufgewachsen auf einem Bauernhof, Volksschule, Maurerlehre, Abendschule, Polizeibeamter, drei Kinder, geschieden.
Er kümmert sich seit über 25 Jahren um eine alleinerziehende Mutter mit drei Kindern mit Migrationshintergrund, von denen zwei 100% behindert sind. Mit einer Spende für die Karlheinz Böhm Stiftung "Menschen für Menschen" setzte er ein Zeichen und so an Lukas 18 erinnern: "Aber eins fehlt dir noch" Wer macht mit? Adam, wo bist du?
Er hofft auch dem Aufklärer Voltaire gerecht zu werden: "Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur die langweilige nicht."

Dazu der Hinweis auf drei Bücher und weitere Anmerkungen:
Jürgen Todenhöfer: "Teile dein Glück und du veränderst die Welt"
Hannes Jaenicke: "Wut allein reicht nicht"
Stephane Hessel, französischer Philosoph und Diplomat: "Empört euch" Es geht um Engagement, Liebe und Respekt vor anderen. Eine Stimme für die Hungernden und für die Verlassenen zu sein.

Die Welt braucht Vorbilder für die riesigen Probleme unserer Zeit. Ihr erkennt sie an dem, was sie tun. (Math. 7, 16) Die Vermögenden, Menschen im öffentlichen Leben, die Verantwortlichen der Medien sind besonders gefordert. Der beliebte Peter Hahne, ZDF Moderator, der 7.900 Euro im Monat erhält (laut BILD vom 18.02.2011 "Wer verdient was im deutschen TV?"), könnte hier z. B. mit seinen Möglichkeiten wertvolle Dienste leisten. Wie zu lesen ist, ist die öffentliche Diskussion um Moral und Verantwortung der Führungsschicht voll entbrannt. Steuerhinterziehung, überhöhte Managergehälter sind die Stichworte. Pfarrerin Bea Ackermann gibt ein Beispiel für Verantwortung und Nachfolge.

Auf den Seiten 148, 215 - 219, 505 ff. habe ich meine Situation und meinen Beitrag zum Thema Teilen beschrieben. Hier hat sich die frohe Botschaft zu bewähren. Wer den Kern verinnerlicht hat, der wird z. B. keinen Missbrauch an Kindern begehen und kein Problem beim Teilen haben.
So war die Aufmerksamkeit auf den Heiland, auf Martin Luther, Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer, Martin Niemöller, Dorothee Sölle, Hans Küng, Eugen Drewermann usw., zu lenken. In den Medien, in der Literatur, usw. vermisse ich zu oft den Kern der frohen Botschaft. So gehören Lieder wie z. B.: "Folgen, komm wir wollen ihm folgen, sein Weg ist gut, wir gehen hinterher..." in die Gotteshäuser. Wer macht mit? Niemand wird ausgegrenzt. So hoffe ich auf eine breite Zustimmung.
Adam, wo bist du? Wer lebt die christlichen Werte?

Der dänische Theologe und Philosoph Sören Kierkegaard: "Jesus Christus will nicht Bewunderer, sondern Nachfolger." Wer denkt da nicht auch an Alexander von Humboldt, Inbefriff eines Humanisten, Respekt vor Andersgläubige, Aufklärer im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Ausbeutung und Sklaverei.

Vom kath. Sozialreformer Freiherr von Ketteler (Bischhof in Mainz von 1850 bis 1877) schreibt der Wiesbadener Kurier 1976:
>...Für ihn war die Botschaft Jesu kein billiger Trost, sondern ein Ansporn, die sozialen und gesellschaftlichen Fragen anzugehen, damit die Kirche in ihrem seelsorgerischen Bemühen ernst genommen werden könnte...<

Der Limburger Bischof Franz Kamphaus predigte nicht zufällig im November 2006 von der Barmherzigkeit der Bergpredigt, die allen Menschen ein Leben in Würde gebe >...Mit der Verkündigung muss jedoch auch die Teilhabe-Gerechtigkeit konkret zum Ausdruck kommen...<
Wiesbadener Kurier am 03.02.2007: "Gottes Knecht scheidet in Frieden": >...Nach fast 25 Jahren an der Spitze des Bistums Limburgs ist Bischof Franz Kamphaus gestern an seinem 75. Geburtstag aus dem Amt verabschiedet worden... Die Kirche erschöpfe sich vielfach in ihren Institutionen. Die Kraft des Glaubens scheine wie erschöpft und aufgebraucht... Kamphaus rief die Gläubigen deshalb zu einer neuen Missionsanstrengung auf: Es ist Zeit zur Aussaat. Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch die Erwachsenen müssen den Glauben neu entdecken...<

Aus dem Gastkommentar zu Ostern 2012 "Zeit zum Aufbruch" von Caritas Direktorin Barbara Handke im Wiesbadener Kurier:
>...Für uns Christen ist Ostern das Fest der Auferstehung und der Hoffnung zum Aufbruch in einen Neubeginn. Christus macht uns Mut dazu...<
Diese ganz praktische Tätigkeit der Zuwendung zum Nächsten ist die unabdingbare Ergänzung des christlichen Gottesdienstes. Erst in dieser Einheit kommen wir Gott wirklich nahe und erkennen ihn in den Armen und Hilfsbedürftigen.

Im kath. Gottesdienst im Jahre 2007 in Mainz war zu hören: >...Es braucht die Barmherzigkeit auch als einen Stachel, als einen Antrieb für alle Gerechtigkeit, damit wir überhaupt in unserem Herzen gerührt werden, damit wir wahrnehmen können, dass ein anderer leidet...Jesus, der keinen aus der Tischgemeinschaft ausgeschlossen hat. In diesem Sinne wollen wir miteinander Kirche sein und als deine Jüngerinnen und Jünger Barmherzigkeit und Güte leben, heute und alle Tage unseres Lebens...<

Diese Einsicht zu schärfen war und ist mein Anliegen - nicht mehr aber auch nicht weniger.

Johann Christoph Hampe: >...Er (Dietrich Bonhoeffer) darf das neue Land nicht schauen, aber er darf wissen: Wer gearbeitet hat, erhält keinen Lohn, als den, dass andere sein Werk vollenden...<
Hier habe ich meinen Beitrag zu leisten. Wer macht mit?

8 Stimmen zum Buch:

Bruno Schrep (Der SPIEGEL) 22.05.2009:
>...Sie haben sich in der Tat schier unglaubliche Mühe gegeben, Ihre Vorstellungen zu Papier zu bringen. Das verdient Respekt. Ihre interessanten Thesen haben wir in unser Archiv genommen. Für Ihr Manuskript wünsche ich Ihnen von Herzen viel Erfolg...<

Bernhard Nellessen - Fernsehdirektor vom SWR - 13.07.2009:
>...Aus Ihrem Text ist Ihre jahrelange und ganz persönliche Suche nach Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit deutlich herauszulesen..."Der Weg aus der Krise", den Sie mit Ihrem Buch eröffnen wollen: So könnte er sein Ziel finden...<

Anne Willke (Eingangslektorat) vom Suhrkamp Verlag, 25.08.2009:
>...Ihr Manuskript Wer macht mit? Der Weg aus der Krise hat Gedanken und Forderungen zum Thema, die für ein gesellschaftliches Umdenken überaus wichtig sind...<

Monika und Christian Führer, (der als Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig 1989 eine Schlüsselrolle hatte. Montag für Montag hörten die Stasileute die Seligpreisungen der Bergpredigt.)
Am 01.04.2010: >...Ihnen ist es gelungen, alle gesammelten Zitate aus Reden, Zeitungen, Büchern in Verknüpfung mit richtungweisenden Bibelzitaten zwischen zwei Buchdeckel zu bringen...<

Friedrich Schorlemmer, Pastor, Politiker, Publizist, 06.06.2010:
>...für ihr unglaublich waches und umfassendes Wahrnehmen all dessen, was in unserer Zeit läuft und was schief läuft. Sie haben dies in Ihrem Buch dokumentiert, das sehr, sehr viele Anregungen enthält, wo auch immer man es aufschlägt. Und Sie haben dies immer auch verknüpft mit biblischen Bezügen. Ich denke nur an das, was Sie auf Seite 96 beklagen, mit Recht beklagen... Sie haben die wunderbare Begabung, viele Dinge zusammenzufassen... Ihr Buch ist so etwas wie ein anregendes Brevier für jeden Tag...<

Sonja Graeser, Idstein 11.02.2011:
>...Ihre Broschüre ist geradezu ein Feuerwerk an Aussagen, die mir aus der Seele sprechen.<

Anke Hollingshaus, Redakteurin beim Wiesbadener Kurier, in der Rubrik "Wiesbaden Privat" am 14.05.2011:
>Seine Botschaft ist einfach. Er will schlicht die Welt verbessern und fragt andere: "Wer macht mit? Der Weg aus der Krise." So heißt das Buch von Robert Egestorf, einem ehemaligen Polizisten, der in seinem mehr als 550 Seiten umfassenden Werk möglichst viele Vorbilder und ihr Engagement für ein besseres Zusammenleben der Menschheit beschreibt. Durch eine Radiosendung 1995, in der er eine Rede Martin Niemöllers von 1946 hörte, habe sich sein Leben radikal gewandelt, berichtet Egestorf. Zwei Leute sind für ihn so beispielgebend, dass er sie jetzt mit einer großzügigen Spende unterstützt. Egestorf hat 3.000 Euro an die Stiftung "Menschen für Menschen" von Almaz und Karlheinz Böhm überwiesen und hilft damit den Kindern in dem äthiopischen Ort Bekera, wo im Rahmen der Städtewette der Familie Böhm mit Wiesbadener Hilfe eine Schule gebaut werden soll. Wer mehr von Egestorf wissen will: www.Robert-Egestorf-sen.de. Und mehr über die Städtewette, bei der weiterhin jeder Euro willkommen ist, gibt es auf www.menschenfuermenschen.de.<

Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister von Wiesbaden am 20.05.2011:
>...Auf Ihrer Internetseite habe ich gesehen, dass Ihr Motto "Wer macht mit", das auch Titel Ihres Buches ist, in dem es um Wege aus der Krise und das Thema "Persönliche Verantwortung" geht, auf die Städtewette-Aktion perfekt passt...Nochmals herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung und ich hoffe, dass noch viele Menschen im Sinne des von Ihnen angegebenen Bibelzitates
(Jesaja 58, 7 u. 8) persönliche Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen.<
Am 21.12.2011: >...Ihr Buch ist eine sehr interessante Zusammenstellung von Personen, die uns tatsächlich als Vorbild dienen sollten. Sie haben eine unglaubliche Arbeit geleistet und ich wünsche Ihnen damit viel Erfolg...<

Anmerkungen (Warum mein Buch nicht überflüssig ist)
So gut es mir möglich war, möchte ich es auch an dieser Stelle im September 2012 und in den weiteren Monaten bis Juni 2016 begründen.

Ich war hocherfreut, als ich im "Wiesbadener Kurier" vom 28.08.2012 vom Pfarrer im Ruhestand, Erhard Heimburger, den Artikel "Wir alle sind Kirche", las. Dort ist u. a. zu lesen: >...Sie sind über die derzeitige kirchliche Entwicklung tief enttäuscht...Sie leiden unter dem innerkirchlichen Reformstau...Sie sehen die offizielle Zurückweisung sowohl der evangelischen Christen wie der wiederverheirateten Geschiedenen vom Abendmahl als nicht Evangeliums gemäß an...Wir alle sind Kirche. Wir alle sind dem Evangelium und unserem Gewissen mehr verpflichtet als manchen überholten Kirchengesetzen und autoritären bischöflichen Anordnungen. Wenn wir schweigen und uns lautlos zurückziehen oder blind gehorchen, machen wir uns mitschuldig.
Ich füge hier Pfarrer Jörg Zink hinzu: "Was wir brauchen, das ist, dass der Geist Gottes den Geist dieser Zeit verändert und durchdringt und sich am Ende eine andere Zukunft auftut als die man heute plant, schafft oder fürchtet.“ (Buchseite 299)
Und Martin Luther King (1929-1968) ermordet: "Unsere Generation wird nicht so sehr die Untaten böser Menschen zu beklagen haben, als vielmehr das erschreckende Schweigen der Guten." (Buchseite 293)

Wenn die Einstellung von Erhard Heimburger, den Geist der Kirche generell ausmachen würde und auch in den Köpfen der Gesellschaft präsent wäre, hätte ich, der namenlose Schreiber, die Herausforderung auf den Heiland, auf die Nachfolger/innen, usw. hinzuweisen, nicht annehmen brauchen. So aber habe ich als Rufer in der Wüste im Sommer 1977 bereits die Verpflichtung empfunden, einen Artikel zu schreiben in "Weg und Wahrheit" (Evangelisches Kirchenblatt für Hessen und Nassau) mit der Überschrift "Werden wir nicht mitschuldig?."
Und die Redaktion der Zeitung: "Wir stellen deshalb diesen Artikel zur Diskussion und bitten um Stellungnahmen unserer Leser."
Ludwig Funk antwortete damals mit den Sätzen: >...Es ist in der Tat höchste Zeit, dass die Kirche mehr in das Licht der Öffentlichkeit rückt...Und wir haben es verlernt, unsere Verhaltensmuster an den des Nazareners zu messen...< (Buchseiten 546-548)

Aber ein deutlicher Durchbruch blieb aus. Die Gründe liegen dafür offensichtlich in der Natur der Menschen. August Everding (1928-1999), u. a. Intendant des bayrischen Prinzregententheaters, für den die frohe Botschaft eine zentrale Rolle spielte, sagte es so: >...Es geht um die Überwindung der Natur, die zu zähmen ist. Wir werden beherrscht vom Egoismus. Wenn wir die Seligpreisungen (Bergpredigt) wörtlich nehmen, dann widersprechen sie der Natur des Menschen. Nach meiner Natur will ich mich nicht um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmern. Aber meine Kultur, z. B. die Bergpredigt fordert von mir, die egoistische Natur zu verleugnen und zu einer Kultur des Herzens und des Geistes zu kommen...< (Buchseite 13)
Pfarrer der Bekennenden Kirche Heinrich Albertz (1915-1993) kann in seinem Buch: "Am Endes des Weges" auch nur verbittert feststellen: "Wo kommen wir hin, wenn wir die Bergpredigt ernst nehmen?" Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter... Ja, wo kommen wir hin?" (Buchseite 534) Und Heiner Geißler: "Es geht um die Umsetzung, Befolgung der frohen Botschaft und die war schon da, bevor Maria von Magdala das leere Grab entdeckte." (Buchseite 310)

Bei den Diskussionen zur Lösung der Probleme in Deutschland und weltweit, kommt die christliche Botschaft so gut wie nicht zur Sprache.
Dazu Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Volker Jung, im September 2012 über die Entwicklung der Evangelischen Kirche. >...Viele machen sich sorgen um die Zukunft (...) "ob wir in der Gesellschaft noch gehört werden." Kirchenleitung und Kirchensynoden hätten die Aufgabe, das Ganze in den Blick zu nehmen...<
Diese Herausforderung für Unverzagte war und ist mein Thema. Zu beachten war immer die Frage: Was würde der Heiland dazu sagen? - Und hilfreich waren und sind seine aufschlussreichen Worte: Ihr erkennt sie an dem, was sie tun. (Matthäus 7, 16). - an ihren Früchten - Dies sollte ein Schwerpunkt z. B. für die Evangelische Sonntags-Zeitung in Frankfurt sein.

An viele Nachfolger/innen konnte ich erinnern, denn ohne ausreichende Vorbilder, nur mit schönen Worten allein, wird es keine Änderung und keine Umkehr im Bewusstsein der Menschen geben.

An dieser Stelle haben die Medien
eine herausragende Verantwortung.
Dies zeigt z. B. auch das Schicksal von John Rabe, der 1950 verarmt und vergessen in Berlin starb. Als John Raabe, dieser Vorbildriese, 1938 aus Nanking abreisen musste, schenkten ihm die geretteten Chinesen ein Tuch, auf dem drauf stand: Du bist der lebende Buddha für 100.000 Menschen. Erst 1998 rückte er wieder ins Licht, als seine Tagebücher veröffentlicht wurden. (Buchseite 406)
Nelson Mandela: "Die Jugend braucht Vorbilder; die heutigen Machthaber der Welt sind es nicht." (Buchseite 408)
Und was steht da noch von mir:
Extreme Armut auf der einen und perversen Reichtum auf der anderen Seite. Wenn das so ist, dann ist wohl eine deutliche Erhöhung der Spendenbereitschaft das Gebot der Stunde.

Erlauben Sie mir auch bei diesen Zeilen noch Vorbilder hinzuzufügen: So erfuhr ich am 20.08.2012 vom SWR Fernsehen vom Vorsitzenden der Pfarrer-Landvogt-Hilfe e.V., Mainz, Mitglied der Kolpingfamilie, Guido Meudt. Ein Nachfolger von Pfarrer Franz Adam Landvogt (1889-1953). Der überwiegend vom ehrenamtlichen Engagement getragene und auf Spenden angewiesene Verein wird von etwa 75 Personen aktiv unterstützt. Kardinal Karl Lehmann anlässlich der Gedenkfeier zum 50. Todestag von Pfarrer Landvogt: "Es gibt auch in unserer Zeit begnadete Priester, die oft in der Diskretion und Verborgenheit ihres Wirkens eine vielfach anerkannte Tätigkeit ausüben."

Auch rein zufällig erfuhr ich am 20.08.2012 durch die Doppel Kopf Sendung vom HR 2, von dem ehemaligen Arbeiterpriester, Jesuiten und Ordensmann, Christian Herwartz, der seit 30 Jahren die Türen seiner Berliner Wohnung für Menschen in Not öffnet. So feiert er mit seinen Anhängern u. a. mit Asylanten-Heimbewohnern zusammen Gottesdienst. Was hörte ich von ihm wörtlich: >...Jesus ist Straße. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben...<
Wer mehr wissen will über alle, das Internet macht es möglich.

Dass mein Anliegen jetzt und in der Zukunft entbehrlich werden könnte, ist nicht anzunehmen, da die Ungerechtigkeit und Zerstörung der Schöpfung und ihre dramatischen Folgen auf der Welt fortschreiten. Auch Zitate aus der Presse sprechen dafür. So zum Beispiel das Zitat im Artikel "Freiheit allein reicht noch nicht" von Dr. Sigurd Rink, Probst für Süd-Nassau >...Das heißt: Was eigentlich nötig ist, ist eine Art Selbstbesinnung auf den christlichen Glauben, eine Rückbesinnung auf die eigenen Werte und Glaubensvorstellungen...< (Redakteur Manfred Gerber, Wiesbadener Kurier, 18.12.2004)

Im Artikel von Birgit Emnet, Wiesbadener Kurier, 06.08.2012 "Eintritte mildern den Schwund" am Schluss wörtlich: >...Angesichts der stabilen Entwicklung dürfe das Bemühen um eine "einladende und aktuelle Kirche" aber nicht nachlassen, kommentiert der Wiesbadener evangelische Dekan Dr. Martin Mencke die Entwicklung. Heute gelte es, die gute Nachricht des Evangeliums so zeitgemäß und fröhlich wie möglich zu kommunizieren. Neue Initiativen der Ansprache sieht Dr. Mencke beispielsweise mit der "Jugendkirche" in der Oranier-Gedächtnis-Kirche in Wiesbaden-Biebrich.
So wurde auch aus der Bibel zitiert: "Lobt den Herrn mit Posaunen, lobt ihn mit Psalter und Harfen" - zeitgemäß übersetzt, könnten das ja auch elektronische Klänge sein. <

Was zu tun wäre, wissen die Mächtigen dieser Welt, aber sie nehmen ihre Verantwortung, ihre Vorbildfunktion nicht wahr. Das führt dazu, dass vollkommen ohne Not, Millionen Menschen im Elend leben und die Schöpfung zerstört wird. Die Verantwortung wird an den Himmel weitergereicht, der hat es aus unergründlichen Gründen so gewollt. Hier liegt der Hund begraben.

Martin Niemöller (1892-1984), der seine Grabstelle in Berlin-Dahlem dem verstorbenen Rudi Dutschke 1980 überließ: >...Jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder und jede Interessegruppe für sich und Gott für uns alle. Das ist die christliche Welt. Wer will und wer kann da noch glauben, dass so die Menschheit leben, überleben könnte. Es ist höchste Zeit hinzusehen, den Pilatus uns da vorstellt: "Seht welch ein Mensch"...< (Buchseite 63)

So war also auch ganz konkret in meinem Buch die persönliche Verantwortung ins Visier zu nehmen. Denken wir aktuell nur mal an die griechischen Millionäre und Milliardäre: Statt ihrem Land, dass Ihnen auch ihren Reichtum ermöglichte, aus der Krise zu helfen, schaffen sie ihre Millionen nach London, kaufen in teuersten Lagen Immobilien und feiern in prunkvollen Räumen Gottesdienste. Sie haben kein Problem damit, wenn Mütter nicht wissen, was sie ihren Kindern zu Essen geben sollen, Arbeits- und Hoffnungslosigkeit, soziale Unruhen, Gewalt um sich greifen.
Bei Jakobus 2, 13 kann ich dazu nur lesen: Wer selbst kein Erbarmen gehabt hat, über den wird auch Gott erbarmungslos Gericht halten...bei Jakobus 5, 1: Hört zu, ihr Reichen! Weint und jammert über das Elend, das auf euch zukommt! Jakobus 5, 5: Euer Leben auf der Erde war mit Luxus und Vergnügen ausgefüllt...< Soweit die Bibel.

Die Euro-Schuldenkrise wäre zu meistern, wenn u. a. die so genannten Christen ihre Verantwortung wahrnehmen würden. Sie bräuchten doch trotzdem auf nichts zu verzichten. Das gehört an den Pranger. Die Finanzmärkte würden sich umgehend beruhigen, die Zinsen gingen nach unten, es gebe wieder mehr Vertrauen, mehr Arbeitsplätze und Frau Bundeskanzlerin Merkel könnte besser schlafen. Aber es müsste auch öfters zur Sprache kommen, dass die Deutschen den größten Nutzen von der Euro-Einführung hatten.
Die persönliche Verantwortung lebt auch der Bischof von Trier, Stephan Ackermann, vor, (Mann des Tages, Wiesbadener Kurier, 15.08.2012 >...Ich wollte selbst einmal sehen, was auf einen Arbeitslosen bei seiner ersten Meldung zukommt, um mich einfühlen zu können", sagte der Bischof. Ackermann setzt sich über den Solidaritätsfonds "Aktion Arbeit" des Bistums Trier vor allem für Langzeitarbeitslose ein...<

Aber was erfahren wir ebenfalls vom Mann des Tages, Ex-EKD-Ratsvorsitzenden, Professor Dr. Wolfgang Huber (06.08.2012 im Wiesbadener Kurier), der sich als Gastdozent in Südafrika aufhielt: >...Es gibt kein Allheilmittel gegen eine um sich greifende Entchristlichung und einen weitgehenden Traditionsverlust...Er hält es für entscheidend, "dass die Kirche sich auf ihre Botschaft konzentriert"...Huber vertritt die These, dass sich Freiheit in christlicher Perspektive auch in gesellschaftspolitischem Engagement bewähren muss. Solidarität und Nächstenliebe gehörten zueinander.<
Recht hat er. Auch mit seiner grundsätzlichen Kritik am Finanzsystem. Aber auch hier kann ich nur feststellen: Dass das Entscheidende, die zweite Seite der Medaille, hinzukommen muss. Nachzulesen auch bei Matthäus 19, 20 - 21: >...Ich habe alle diese Gebote befolgt, erwiderte der junge Mann. Was muss ich noch tun? Jesus sagte zu ihm: Wenn es dir ums Ganze geht, dann verkaufe deinen Besitz und gib das Geld den Armen, so wirst du bei Gott einen unverlierbaren Reichtum haben. Und dann geh mit mir...<
Nun kann es ja sein, dass Sie, Herr Dr. Wolfgang Huber, an dieser Stelle im Rahmen ihrer Möglichkeiten bereits mit gutem Beispiel als Vorbild und Nachfolger vorangehen, auch was das Teilen angeht. Dann lassen Sie es uns wissen. Mit dieser Glaubwürdigkeit könnten Sie dann auch den Reichen in Deutschland und in der Welt die Leviten lesen. Die Hungernden dieser Welt würden es Ihnen danken.
Dazu der Schott-Chef von Mainz, Freund von Karlheinz Böhm, Peter Hansa Strecker:
>..."Heute ist nicht derjenige reich, der viel hat, sondern der, der wenig braucht"...< So hätte mich mal Ihre Meinung, Herr Dr. Huber, zu dem Artikel "Reichtum verpflichtet" in der Wochenzeitschrift "DIE ZEIT" Nr. 36 vom 01.09.2011 von Wolfgang Uchatius interessiert.

Einige Zitate daraus: >...Das Privatvermögen, ist gemessen an der Wirtschaftsleistung, in den vergangenen zwei Jahrzehnten um ein Drittel gestiegen...
Das Staatsvermögen ist um nicht weniger als neunzig Prozent gesunken...Inzwischen aber werden im ganzen Land Bibliotheken abgeschafft, Schwimmbäder geschlossen, Stellen gestrichen...<
Peter Löscher, Vorstandschef des Siemens Konzerns. Jahresgehalt 8,9 Millionen Euro, will sich kurzfristig nicht zu so einem grundsätzlichen Thema äußern. Günther Jauch, TV Moderator, angebliches Jahresgehalt: 10,5 Millionen Euro, richtet aus, er stehe nicht zur Verfügung...<

Dazu möchte ich noch erwähnen: Sehr geehrter Herr Jauch, Sie haben ein unglaubliches Talent, Ihr begnadetes, souveräne Auftreten im Fernsehen ist doch auch ein Riesen-Geschenk vom Herrgott. Sie könnten sehr viel in der Gesellschaft bewegen, in Richtung Gerechtigkeit und Solidarität.
Sie haben das Zeug dafür, mitzuhelfen, dass die Rede von Bundesspräsident Horst Köhler (Buchseite 531) doch noch Früchte trägt. Nehmen Sie gleich so bekannte Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Michael Schumacher, Boris Becker, usw. mit ins Boot.
In Berlin war am 24.03.2009 vom Bundespräsidenten Horst Köhler zu hören: >...Es geht um Verantwortung für die Zukunft; jeder kann was leisten. Solidarität ist Selbsthilfe, Verantwortung für den Nächsten zum Wohl des Ganzen...Jetzt ist die Zeit, Lebensgewohnheiten zu ändern und Undenkbares zu denken...<

Hier sollten die Vorbilder, die Nachfolger auf die Bühne ins Licht kommen und die Medien dafür sorgen, dass dies Schule macht.
Dazu der Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba (1939-2000): "Stellen Sie sich vor, wenn all die Tausende Hauptamtlichen für die Kirche ein lebendiges Zeugnis ablegen würden, dann stünden wir großartig da, dann wäre die Stimmung in der Kirche eine andere." (Buchseite 51)

Die heutige anonyme Spendenkultur ist dafür allerdings wenig hilfreich. Sie sollte generell mehr öffentlich werden, das wäre dann ganz konkret: Lebensgewohnheiten ändern und Undenkbares denken. Wettbewerb ist angesagt.
Der Heiland und seine Nachfolger, z. B. Rosa Luxemburg, M. L. King, Dietrich Bonhoeffer, Dorothee Sölle, Jean Ziegler, Pfarrer Christian Führer, usw. würden wohl auch den Wettbewerb in der Spendenkultur begrüßen. Bei Herrn Klaus Zumwinkel u. a. müsste nachgefragt werden.
Matthäus 5, 14 - 16: Ihr seid das Licht für die Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Auch brennt keiner eine Lampe an, um sie dann unter eine Schüssel zu stellen...Genauso muss auch euer Licht vor den Menschen leuchten: sie sollen eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Mit weiteren großartigen Vorbildern komme ich zum Schluss: Dazu einige Zitate von Beate Rasch im Wiesbadener Kurier am 26.09.2011: "An der Ruhestätte des Gründungsvaters." Evim erinnert an Ludwig Wilhelm Eibach (1810-1868)
Wiesbaden. "Wir sind heute versammelt, um uns dankbar an unseren Gründer Ludwig Wilhelm Eibach zu erinnern, denn ohne sein Engagement im 19. Jahrhundert aus christlicher Verantwortung heraus, würde es so unsere Arbeit nicht geben", sagte Pfarrer Matthias Loyal, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Vereins für Innere Mission in Nassau. (Evim) Wilhelm Eibach war überzeugt davon, dass er sich mit seinem Auftrag nicht nur als Pfarrer und Konsistorialrat, sondern eben auch als ein Mensch, der sich in die Verantwortung am nächsten Mitmenschen durch Gott stellen lässt, in der Nachfolge Jesu befindet"...<
Die Pfarrerin Bea Ackermann, Wiesbaden-Auringen, die mit 200.000 Euro eine eigene Stiftung ins Leben gerufen hat, steht auch für ein großes Vorbild.
Auch am sozialen Hamburger Reeder, Peter Krämer, (in meinem Buch mehrfach zitiert) können wir uns ein Beispiel nehmen.
Im Artikel vom 15.09.2011, DIE ZEIT Nr. 38, "Ein bisschen die Welt verbessern" heißt es am Schluss auf die Frage von Uwe Jean Heuser und Anna Marohn: Wie möchten Sie wahrgenommen werden?
Krämer: "Als jemand, der bei all seinen Schwächen, nicht nur Gutes will, sondern auch so handelt."

Ein bisschen die Welt verbessern. Das könnte auch immer noch der ehemalige US Präsident Bush, jun. und seine Regierungsmannschaft - denn wie sehen die Früchte ihrer Regierungszeit aus? Denken wir nur an den Irakkrieg. Alle eindringlichen Warnungen von Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesaußenminister Fischer u. v. a., nicht in den Irak einzumarschieren, waren vergebens. Und heute: Wer denkt noch an die unzähligen Opfer und Schicksale, an die materiellen Schäden? Hier würde doch der Heiland fragen: Wie sieht es aus mit der persönlichen Wiedergutmachung? Man stelle sich vor, der Bürgerrechtler Martin Luther King hätte als gewählter Präsident die Richtlinien der Politik bestimmen können. Die Menschheit hätte eine Vorstellung vom Reich Gottes bekommen.
Und die Theologin Dorothee Sölle (1929-2003) hätte sich nicht anhören müssen: >...Was wollt ihr bloß mit diesem Jesus? Der hat doch gar keinen Erfolg gehabt. Der hat doch nichts geändert. Der ist völlig uninteressant, weil er das Gesicht der Erde nicht verändert hat...< (aus Ihrem Buch "Gott denken", Seite 154)
Da kann ich nur sagen: Aber sie nahmen ihn nicht an.
Und noch ein Hinweis, Herr Dr. Wolfgang Huber, von mir: Helfen Sie weiter mit, dass der Streit um die Wahrheit, um die unsägliche gegenseitige Ausgrenzung der Religionsgemeinschaften auf höherer Ebene aufhört. Das verstehen die Menschen nicht und wenden sich ab. Der Heiland hat mit Zöllnern und Sündern Mahl gehalten, niemand wurde ausgeschlossen. Und helfen Sie mit, dass sich Rostock-Lichtenhagen nirgends wiederholt.

Auch möchte ich noch auf die 170 Freiwilligen aus Wiesbaden und Umgebung hinweisen, die sich auch in diesem Jahr am 1. September 2012 ehrenamtlich an 26 unterschiedlichen sozialen Projekten engagierten unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Müller. Die komplette Organisation wurde neben Studium und Job aufopferungsvoll und ehrenamtlich vollbracht. Auch sie sind Vorbilder, die hoffen lassen, angesichts, z. B. der auf uns zukommenden Altersarmut. Am Freiwilligentag wurde die frohe Botschaft praktisch umgesetzt, (www.freiwilligentag-wiesbaden.de)

Die Bedeutung des menschlichen Vorbildes nicht unterschätzen, so Bonhoeffer. Aber aus Gleichgültigkeit und Wegschauen (Damit habe ich nichts zu tun) geschieht es noch zu oft. So kann ich, wie ich es ja auch getan habe, gar nicht genug an möglichst viele Nachfolger erinnern. Und da drängt sich ja auch von der katholischen Kirche, Samuel Ruiz Garcia, (1924-2011) auf, der 1959 durch Papst Johannes XXIII zum Bischof ernannt wurde. Er hätte sich wohl prächtig mit Bischof Ketteler, Adolph Kolping, Friedrich von Bodelschwingh, Dietrich Bonhoeffer, Leonardo Boff, Martin Luther King, Dorothee Sölle, Pfarrerin Bea Ackermann, usw. verstanden.
Bischof Garcia erhielt 2001 den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis.Bei der Verleihung des Preises sprach auch der damalige Bundesinnenminister Otto Schily. Von Ihm war zu hören:
"Bischof Ruiz Garcia setzte sich mit Mut, Willensstärke und Ausdauer 40 Jahre für die Indios in Mexiko ein, gegen Armut, Ausbeutung und Entrechtung. Er prangerte die Missstände an und durch sein Engagement verlieh er Hoffnung und Zuversicht." Schily wörtlich: "Sie nahmen dafür das Risiko der kirchlichen Amtsenthebung in Kauf und selbst Morddrohungen gegen Sie und Ihre Familie konnten Sie nicht einschüchtern. Sie haben Ihren christlichen Glauben stets verstanden, als Aufforderung konkret und praktisch im Alltag sich der Nöte der Menschen anzunehmen."
In einem Interview sagten Sie: "Ich bin Priester, meine Sorge ist nicht die Theologie, sondern die pastorale Aktion, nicht frömmelnde Rhetorik ist meine Sache, verantwortliches Handeln bezeugt meinen christlichen Glauben."
Otto Schily weiter: >...Sie hätten auch sagen können: Aus dieser Grundeinstellung heraus, haben Sie sich wie der Samariter im Gleichnis denjenigen zugewandt, die für Sie die Nächsten waren, die Armen und Entrechteten...Moralisierende Belehrungen bewirken wenig. Es kommt auf positive Beispiele und Vorbilder an...< Soweit Otto Schily.
Auf dieser Baustelle fehlen die Arbeiter. Hier sind besonders die Verantwortlichen der christlichen Kirchen gefordert.
Sie, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Wolfgang Huber, sollten unter den Vorarbeitern zu finden sein. Der neue Papst Franziskus, Hans Küng, Eugen Drewermann, Friedrich Schorlemmer, Jean Ziegler, Christian Führer, Pfarrerin Bea Ackermann, usw. sind dort schon im Garten Gottes anzutreffen.
Was sagte der Oberbürgermeister von Wiesbaden, Dr. Helmut Müller am 21.12.2011:
>...Ihr Buch ist eine sehr interessante Zusammenstellung von Personen, die uns tatsächlich als Vorbild dienen sollten...<
Ohne diese Vorbilder schauen wir zu, wie man uns aus dem Himmel vertreibt, (aus dem Schlager "Verlorenes Paradies" von Vicky Leandros.) Und André Heller: >...Wo du bist, soll Himmel sein ...und du sollst vor Liebe brennen...<

Der Weg aus der Krise. Wer macht mit? Wer ist ein Leuchtturn, ein Nachfolger, ein Vorbild im Sinne der frohen Botschaft für mehr Solidarität, Gerechtigkeit und Frieden? -bevor es zu spät ist-
Adam, wo bist du? Wer wagt sich aus der Deckung und legt Zeugnis ab für gute Früchte?
In meinem Buch auf Seite 195: Was sagte Friedrich Bodelschwingh (1831-1910): "Wenn Gott mir die Not vor die Füße wirft, werde ich zupacken." Wir haben es zu richten. So wird ein Schuh draus. Punkt.
Nicht der Herrgott, sondern der polnische Franziskanermönch Maximilian Kolbe (1894-1941 ermordet) konnte sagen, als ein Familienvater ermordet werden sollte im KZ: "Ich möchte seine Stelle einnehmen, er hat Frau und Kinder." Nach 2 Wochen war Kolbe in der Dunkelkammer verhungert.

Damals wie heute stimmen die Worte von Papst Franziskus auf Lampedusa: "Wer von uns hat geweint über den Tod dieser Brüder und Schwestern?"
Und was sind noch seine Worte: "Werdet nicht müde, euch für eine gerechtere Welt einzusetzen." Er predigt die Rückkehr zu den Wurzeln des christlichen Denkens. Er will eine "arme Kirche der Armen", er ruft seine Priester auf, an den Rand der Gesellschaft zu gehen, dort zu helfen und den Glauben zu verbreiten. Er rüttelt auf: "Man muss in die Armenviertel gehen, um Christus zu suchen...Geistliche müssten Armut glaubwürdig Vorleben...Sind wir noch eine Kirche, die imstande ist, die Herzen zu erwärmen?" Zu den Jugendlichen: "Schwimmt gegen den Strom...baut eine Welt der Brüderlichkeit!"
Dietrich Bonhoeffer u. v. a. können sich bestätigt fühlen. So kann ich nur wiederholen was Johann Christoph Hampe über Bonhoeffer äußerte: >...Er darf das neue Land nicht schauen, aber er darf wissen: Wer gearbeitet hat, erhält keinen Lohn, als den, dass andere sein Werk vollenden...<

Da denke ich heute besonders an die Leuchttürme wie Papst Franziskus, Leonardo Boff, Hans Küng, Eugen Drewermann, Margot Käßmann, Nikolaus Schneider, Bischof Franz Kamphaus, Jörg Zink und z. B. an die Menschen, die Helden, die unter Lebensgefahr in Afghanistan und anderen Krisengebieten der Welt, die Not lindern. Die Journalisten, die uns davon berichten. An Joachim Franz, der in Südafrika Zeichen setzt, gegen die Ausgrenzung von HIV-Infizierten weltweit. Aber auch an den griechischen Erzpriester Apostolos in München, bei dem die frohe Botschaft im Alltag mit den Händen zu greifen ist.
Bei den Hardlinern mit ihren Dogmen bin ich mir da nicht so sicher.
Der von mir hochverehrte Papst Johannes XXIII: "Die Kirche muss eine für die Armen sein, nicht der Dogmatiker und Lehren." Wie wär’s wenn der Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Chef der Glaubenskongregation und seine Kollegen sich an den sozialen Brennpunkten über das Elend der Menschen vor Ort informieren und sich solidarisch zeigen. Das wäre doch der Stoff für die Medien. Das wäre doch gut für den Ruf der Kirche.

Wie sehen ihre Früchte im Lichte der Bergpredigt, der
Nachfolge, aus? Diese Frage könnten auch die Aufklärer Moses Mendelssohn, Gotthold Ephraim Lessing "Nathan der Weise", Adolf von Harnack, gestellt haben, aber auch Martin Luther King, Wilhelm Emmanuel von Ketteler, Adolph Kolping ("Das Christentum ist nicht nur für die Kirche und für Betkammern, sondern für das ganze Leben!"), Rosa Luxemburg, Sophie Scholl, usw. Bischof Franz Kamphaus: "Es ist Zeit zur Aussaat. Nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene müssen den Glauben neu entdecken."
Papst Benedikt XVI: "Die Sache mit den Menschen geht nicht auf ohne Gott und die Sache mit der Welt, dem ganzen weiten Universum, geht nicht auf ohne ihn."
Und Andreas Ohlde, Hünfelden in der Evangelischen Sonntags-Zeitung:
>... Wir brauchen in unserer Kirche Menschen, die Gottes Nähe und Wirken in ihrem Leben
zulassen und authentisch Vorleben. Daraus ergibt sich ein Eigendynamik, die all das bewirkt, was uns vor dem Untergang bewahrt...<
Wer macht mit, im Sinne der Nachfolge für mehr Gerechtigkeit und Frieden beizutragen?
Zum Religionsfrieden, den auch Hans Küng einfordert. Wenn z. B. bei meinem Freund Jusuf die Zeit zum Beten gekommen ist, übernehme ich ganz selbstverständlich den kleinen Laden in Wiesbaden. So angekommen, können wir dann gemeinsam singen: Nun danket alle Gott...

Mein Buch sollte nicht zuletzt auch gegen das Vergessen sein. Viele Vorbilder hätten noch dazugehört. So auch der jüdische, hessische Generalstaatsanwalt
Fritz Bauer (1903 - 1968), der vor 50 Jahren die Täter von Auschwitz (24 Männer) in Frankfurt vor Gericht brachte.
Ralph Jiordano: "Eine der großen Gestalten, die dem unsäglichen Geist der NS-Zeit trotzten und widerstanden." Er wollte keine Rache, sondern Recht. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" war seine Messlatte. Er war damals der meistgehasste Staatsanwalt des Landes. Die damaligen Juristen boykottierten ihn wo sie konnten, vom Bundesgerichtshof angefangen, die ihn zu keiner Veranstaltung einluden. Fritz Bauer wörtlich >...Sie können Paragraphen machen, sie können Artikel schreiben, sie können die besten Grundgesetze machen und sie brauchen die Menschen, die diese Dinge Vorleben...< Dem Sender phoenix sei Dank, der den preisgekrönten Film "Fritz Bauer. Tod auf Raten" am 20. Dez. 2013 um 00.15 Uhr erneut ausstrahlte. Mit dem heutigen Wissen hätte ich ihn aufgesucht und lange fest umarmt.

So komme ich noch Mal auf den Heiland, auf die frohe Botschaft Jesu zu sprechen. Wie wurde sie vom Theologen und Kirchenhistoriker Adolf von Harnack (1851-1930) gedeutet:
>...Überall da, wo Menschen begreifen, dass Gott der liebende Vater ist und dem Folge geben, dort beginnt das Reich Gottes zu wachsen."
Als Folge der schlichten und einfachen frohe Botschaft Jesu, erwartet Harnack, dass der Staat, die Kirche, die Christen ein soziales Werk für die sozialen Aufgaben in Gang setzen.
Bei der Wiesbadener Lutherkirche liest sich das heute so: Wir glauben, dass das Evangelium allen Menschen Gottes Liebe zusagt. Gleichzeitig sind alle Menschen gerufen, Verantwortung für die Verwirklichung von Gottes Reich zu übernehmen.
Soweit die Lutherkirche.
Diese globale Verantwortung wird täglich notwendiger und damit die Bedeutung des Ehrenamtes, der Spenden, der Stiftungen. Hierzu hatte ich mit den Stimmen großartiger Menschen, Überzeugungsarbeit zu leisten.

So auch mit dem Artikel "Ohne Liebe gibt’s kein Recht" von Heinz-Jürgen Hauzel im Wi-Kurier vom 2. Nov. 2013: Darin zitiert Herr Hauzel den Kirchenpräsidenten Dr. Volker Jung: Mit Luther und dem Propheten Micha riet er zu Demut und Barmherzigkeit, mahnte die Verantwortlichen aus Politik, Kirche, öffentlichen Leben und Medien, Liebe und Gerechtigkeit walten zu lassen. Wörtlich: "Ich halte es für unerträglich, wenn wir uns auf unsere jüdisch-christliche Werteorientierung berufen und Flüchtlinge zu Tausenden im Mittelmeer ertrinken." Soweit Dr. Volker Jung.
Diese und ähnliche Mahnungen, Resolutionen, Appelle höre ich nun aber seit Jahrzehnten. Aber der große Durchbruch ist bis heute ausgeblieben, aber der ist mehr wie nötig. Es wird weiter zu viel weggeschaut. "Damit habe ich nichts zu tun." Es fehlt meistens die eigene, vorbildliche, persönliche, konkrete gute Tat.
(Matthäus 7,15 f: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen)
Aber das braucht einen ja nicht zu wundem. August Everding (1928-1999), auf meine Buchseite 13, bringt es auf den Punkt:"Es geht um die Überwindung der Natur, die zu zähmen ist. Wir werden beherrscht vom Egoismus...Aber meine Kultur, z. B. die Bergpredigt fordert von mir, die egoistische Natur zu verleugnen und zu einer Kultur des Herzens und des Geistes zu kommen..."
Den Durchbruch wird es nur geben, wenn die Reichen, die Superreichen, die Wohlhabenden, die mächtigen politischen Meinungsführer, die klugen Köpfe in der Gesellschaft, eine transparente Spendenkultur Wirklichkeit werden lassen. Das Internet steht bereit. Auch der Presseclub von phoenix, die Sender arte, 3sat, die Fakultäten, die Akademien, usw. sollten diese Herausforderung aufgreifen.

Wenn nun aber BILD, wie am 5. Dez. 2013 geschehen, mit der Schlagzeile kommt:
Deutschland zeigt seine Gehaltszettel, dann darf man hoffen. BILD weiter: Das gab es noch nie! Deutsche zeigen in BILD ihren Gehaltszettel - und verraten, was für sie am Monatsende nach Steuern und anderen Abzügen übrig bleibt...
BILD bricht eines der letzten großen Tabus! Deutsche zeigen ohne Scheu ihren Gehaltszettel - von der Auszubildenden (360 Euro Netto) bis zum Flughafenboss (10.660 Euro Netto)... (soweit BILD)
Hier wird eine ganz neue, ja revolutionäre Seite aufgeschlagen. Damit ist die Zeit gekommen, einen noch größeren Tabubruch Wirklichkeit werden zu lassen.

An dieser Stelle weise ich noch daraufhin, dass, wie ich z. B. in meinem Buch, Seite 503 berichtete, schon immer auch BILD ein lobenswertes Engagement für Spendenaktionen z. B. "Ein Herz für Kinder", unter Beweis stellt.
Diese soziale Verantwortung nimmt auch z. B. der Wiesbadener Kurier, das Wiesbadener Tagblatt wahr, mit der jährlichen Weihnachtsspenden-Aktion "ihnen leuchtet ein Licht", bei der die Namen der Spender auf der Spendenbilanz aufgelistet werden.
(Matthäus 5,14 f: Man zündet ja auch keine Lampe an und deckt sie dann zu.)

Dies ist bislang
aber nur ein Schneeball, aber die Menschheit ist auf eine Lawine angewiesen, angesichts von Krieg, Hunger, Konflikten, Gewalt, Flüchtlingselend, Ausbeutung, usw.
Was sagte doch Fritz Bauer zu seinen Studenten >...und sie brauchen die Menschen, die diese Dinge Vorleben...< Und die gibt es ja schon, aber es könnten deutlich mehr sein.
Maria Destani
(81) und Werner Felden (67) gehören dazu. Sie sortieren ehrenamtlich in der Kleiderkammer der Teestube in Wiesbaden gebrauchte Schuhe und übernehmen die Verteilung. Werner Felden: "Mir geht es gut und denen geht es dreckig. Ich möchte auf diese Weise eine Kleinigkeit zurückgeben." (Bericht von Julia Anderton, 19.12.2013, Wi-Kurier) Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister von Wiesbaden, 2011: >...Ihr Buch ist eine sehr interessante Zusammenstellung von Personen, die uns tatsächlich als Vorbild dienen sollten...<

Da die öffentlichen Kassen leer sind, fehlt es an allen Ecken. Teestubenleiter
Matthias Röhrig in Wiesbaden z. B. würde sich über Spenden für die medizinische Versorgung der Wohnungslosen freuen. Bürgermeister Arno Goßmann: "In Wiesbaden haben wir mittellosen Menschen - auch die aus Osteuropa zu uns gekommen sind - immer die Möglichkeit gegeben, kostenlos im Männerwohnheim zu übernachten..." (aus dem Bericht von Heinz-Jürgen Hauzel, Wi-Kurier, 19.12.2013).
Und auch die Integrationsassistentin Wahida Said, die mit Übersetzen, Rat, Tat und Durchblick den Migranten zur Seite steht, ist auf Spenden angewiesen, (von Anja Baumgart-Pietsch, Wi-Kurier, 19.12.2013). Die bankrotten Kommunen können ebenfalls die Integrationsaufgabe nicht allein mehr schultern, usw., usw.

Heiner Geißler könnte die Schirmherrschaft über die neue, öffentliche Spendenkultur übernehmen. Die Ungerechtigkeit, die Politikverdrossenheit, die Gefahr für die Demokratie würde sich umkehren, usw. Der Theologe Harnack: >...dort beginnt das Reich Gottes zu wachsen...< Ich bete an die Macht der Liebe, alle Menschen werden Brüder, würden sich glaubhaft anhören. Und wir könnten sagen: Friede den Hütten, Friede den Palästen. Wann erfüllen wir dem Wanderprediger Jesus, diesem hellen Leitstern, sein Anliegen?
In Anlehnung an Ernst Reuter, Rede am 9. Sept. 1948 in Berlin, möchte ich hinausschreien: Völker der Welt, schaut auf diesen Lehrer der Welt... (so Albert Einstein) und erkennt, dass ihr auf ihn nicht verzichten könnt, nicht verzichten dürft.
"Willst du Mensch sein, dann folge mir nach."
Deutschland, das Land der Spender/innen. Der große Waffenexporteur war gestern. Die Rolle als Vermittler, als Friedensstifter in der Welt, bekäme neuen Auftrieb.
Wer macht mit? Der Weg aus der globalen Krise.
Rupert Neudeck (Cap Anamur), Papst Franziskus, Pfarrerin Bea Ackermann, Wolfgang Niedecken, Jan Ziegler,
und viele weitere Nachfolger/innen, geben schon die Richtung vor.

Wenn mich eine E-Mail erreicht, in der es u. a. wörtlich heißt: >...Sie haben eine umfassende Dokumentation der "Liebe zum Nächsten" vorgelegt. Mögen Ihre Worte und Zitate auf fruchtbaren Boden fallen...< dann macht das Mut zum Weitermachen.

Nachfolge im Sinne der frohen Botschaft, persönliche Verantwortung, sind also angesagt. Vorbildliche, rechtschaffende Menschen, glaubhafte Christen, Repräsentanten der Kirche, sind gefordert. Was sagte der ehemalige Arbeiterpriester Christian Herwartz, der die Türen seiner Berliner Wohnung für Menschen in Not öffnet: >...Jesus ist Straße. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben...<
Zur Straße gehört auch das Internet-Kiosk. Die E-Mail von Frau Anda Sandig (OP-Schwester), Wiesbaden, vom 7. Mai 2014 bestätigt es auch:
"Lieber Herr Egestorf, so unbeschwert sich zu unterhalten, wie Sie es geschafft haben, hat meiner Mutter, die gerade in Deutschland zu Besuch ist, sehr imponiert.
Unsere gedankliche Unterstützung haben Sie auf jeden Fall. Machen Sie weiter so! Von dieser Kommunikation kann es auf dieser Welt nicht genug geben, z. B. um Vorurteile abzubauen. Und wer erwähnt schon die Bergpredigt, erinnert an den barmherzigen Samariter? In Liebe, ein Kompliment von zwei Rumäninnen."

Der jüdische Heiland zu seinen Jüngern: "Geht hinaus und bringt gute Früchte."
Der ehemalige polnische Außenminister, Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels, Wladyslaw Bartoszewski: "Meine Werte sind die Werte der Bibel, vor allem der Bergpredigt. Mehr braucht man nicht." Und der Schriftsteller, Reinhold Schneider, ebenfalls Friedenspreisträger: "Die Bergpredigt ist befreiend, wie verpflichtend."
Die Umsetzung steht noch aus, von vielen großartigen Vorbildern abgesehen.

Adam, wo bist du? Wer wagt sich aus der Deckung? Wer übernimmt ebenfalls Verantwortung für den Nächsten, für die Schöpfung, für mehr Gleichberechtigung, Solidarität, Mitgefühl, usw. Auch die Flüchtlinge hoffen, dass die Menschen sich auf die christlichen Werte besinnen. Aus dem Matthäus-Evangelium: Wenn das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Wer verbindet Glauben und Taten?

So bleibt mir noch zu wiederholen (aus Seite 87): "Von guten Mächten" interpretiert von Johann Christoph Hampe:..Er (Dietrich Bonhoeffer) darf das neue Land nicht schauen, aber er darf wissen: Wer gearbeitet hat erhält keinen Lohn, als den, dass andere sein Werk vollenden.
Dass zu dieser Vollendung noch viel Überzeugungsarbeit notwendig sein wird, ist auch den Worten vom Außenseiter, ehemaligen Pfarrer und Regierenden Bürgermeister von Berlin Heinrich Albertz (Seite 534) zu entnehmen: "Wo kommen wir hin, wenn wir die Bergpredigt ernst nehmen? Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, vom verlorenen Sohn?"

Hier liegt der Hund begraben. Hier hatte ich mich mit meinen, äußerst bescheidenen Möglichkeiten einzubringen. Auch wenn die Feststellung des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrates Paul Spiegel (Seite 294) bei mir zutreffen könnte: "Du kannst machen was du willst, du erreichst nichts." Hier sind die Mächtigen dieser Welt gefordert, im Sinne der frohen Botschaft, vorbildlich zu handeln. Zu viele denken noch: Damit habe ich nichts zu tun.

Dr. Helmut Müller, OB von Wiesbaden im Mai 2011: >...Ihr Buch ist eine sehr interressante Zusammenstellung von Personen, die uns tatsächlich als Vorbild dienen sollten. Lukas 8,16: Niemand zündet eine Lampe an und deckt sie mit einer Schüssel zu oder stellt sie unters Bett. An dieser Stelle war (Seite 51 ff) der ehemalige Fuldaer Erzbischof Johannes Dyba im SPIEGEL mit seiner Meinung vorbildlich: "Stellen sie sich mal vor, wenn all die Tausende Hauptamtlichen für die Kirche ein lebendiges Zeugnis ablegen würden, dann wäre die Stimmung in der Kirche eine andere."
Albert Schweitzer: "Man muss etwas, und sei es noch so wenig, für diejenigen tun, die Hilfe brauchen, etwas was keinen Lohn bringt, sondern Freude, es tun zu dürfen."

Diese Gedanken könnte doch nun der Vorsitzende der kath. Bischofskonferenz, Reinhard Marx, aufgreifen. Damit würde er Kirchengeschichte schreiben, wenn er im Sept. 2014 nicht nur fordert, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnehmen müsse, sondern wenn die Oberhirten auch ihre Möglichkeiten veröffentlichen würden, was sie ganz konkret für Menschen, die unverschuldet im Elend leben, bereit sind, an finanzieller Hilfe zu leisten. Kardinal Gerhard Ludwig Müller, Rom, könnte sich an dieser revolutionierenden Botschaft ja auch beteiligen. Dies könnte doch zur Ehre Gottes in seiner Glaubenslehre ein Schwerpunktthema werden.
Mich würde also schon interessieren, wie hoch das mtl. Einkommen dieser Herrschaften ist und wie das mit dem Teilen aussieht. Es kann ja sein, dass Vieles schon optimal läuft, aber zu wenig darüber berichtet wird.

Was ich jedoch immer wieder höre, ist: "Herr, schau nicht auf unsere Sünden..." Warum eigentlich nicht? Wer seiner Verantwortung gerecht wird, wenn ich mich der Nachfolge nicht verweigere, hat doch nichts zu befürchten. "Weh euch!" (Matthäus 23), damit kann ich schon eher was anfangen. Wir haben es vorbildlich zu richten, wenn z. B. die Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter auseinander gehen soll. Der Heiland und z. B. Nachfolger wie Jan Ziegler, Friedrich Schorlemmer, Christian Führer u.v.a. mehr, würden dem wohl nicht widersprechen. Damit wäre eine wichtige Voraussetzung für einen wirklichen Aufbruch in eine neue Zeit geschaffen. Wenn das Schule macht, könnten Millionen Menschen auf eine bessere Zukunft hoffen. Weihnachten, Ostern, Erntedankfest, usw., würden im neuen Licht erstrahlen. Das hätte was mit Auferstehung zu tun.

Damit bin ich wieder beim Heiland, Papst Franziskus, Jan Hus, Thomas Müntzer, Rosa Luxemburg, Dietrich Bonhoeffer, Mahatma Ghandi, Martin Luther King, Patrice Lumumba, Pater Popieluszko, Che Geuvara, Martin Niemöller, Mutter Teresa, Dorothee Sölle, Eugen Drewermann, Nelson Mandela, Bea Ackermann und viele weitere Nachfolgerinnen und Nachfolger, Leuchtfeuer der frohen Botschaft, an die ich erinnern konnte, angekommen. So z.B. auch an die Helden und Vorbilder: Georg Elser (Ich habe den Krieg verhindern wollen), Carl von Ossietzky, Kurt Tucholsky, Stefan Zweig, Erich Kästner, Sophie Scholl, Claus Schenk, Graf von Stauffenberg, Hennig von Tresckow, Ludwig Beck und ihren Mitverschwörern, Willy Brandt, Kurt Schumacher u.v.a.
Und heute sind es u.a. der Friedensnobelpreisträger 2014, der Inder Kailash Satyarthi, der sich gegen Ausbeutung von Kindern einsetzt und die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten, die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai, die die Taliban am 09. Okt. 2012 erschießen wollten, weil sie für das Recht auf Bildung kämpft und auch die Studentin Tugce Albayrak aus Offenbach, die am 15. Nov. 2014 Opfer einer Prügelattacke wurde und ins Koma fiel. Sie hatte versucht, einen Streit in einem Restaurant zu schlichten und ihr Leben gab. Sind wir ihnen allen nicht verpflichtet?
Jesus fordert Sinnesänderung, Umkehr, Nächstenliebe und Nachfolge. Aus einem Karfreitagsgottesdienst im Jahre 1977: Gott wartet gleichsam mit festgenagelten, offenen Armen auf Menschen, die sich nicht schämen zur Quelle zurückzukehren wie ein verlorener Sohn... (Buchseite 149)
Wenn das in den Gottesdiensten zur Sprache kommt, das die Kirchentage, die Medien , die Akademien, usw. aufgreifen, hätte auch der ehemalige Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, den ich besuchen werde, Grund sich zu freuen. Mancher, der aus der Kirche ausgetreten ist, würde wohl wieder eintreten. In meinem Buch (Seite 437) habe ich den Limburger Bischof Tebartz-van Elst ja noch als Vorbild eingeschätzt. Von ihm wurde ich enttäuscht und seinen Vorgänger Franz Kamphaus hat es wohl um den Schlaf gebracht.
Wenn Kurienkardinial Gerhard Ludwig Müller mit Bischof Tebartz-van Elst kein Problem hat, dann drängen sich doch z.B. folgende Fragen auf für den Heiland, für Dietrich Bonhoeffer usw.:
Wie sehen die Früchte aus von Bischof Tebartz-van Elst?
Wie seine vorbildliche, glaubwürdige Nachfolge? Welches Gehalt bezieht er?
Wer ist glaubwürdiger, der Arbeiterpriester Christian Herwartz, Berlin oder Bischof Tebartz-van Elst? Wie sieht es mit dem Teilen aus?
Gebt den Hunrigen zu essen, nehmt Obdachlose in euer Haus, kleidet den, der nichts anzuziehen hat und helft allen in euerem Volk, die Hilfe brauchen.
So frage ich noch die Oberhirten: Wie ist der Kontakt, das Engagement zu den Menschen am Rande der Gesellschaft? Dort ist der Heiland anzutreffen. So wie er auch z. B. bei den "Ärzten ohne Grenzen", bei den Journalisten in den Kriegs- und Krisengebieten in aller Welt zugegen ist. Wer unterstützt den Papst Franziskus, den Dietrich Bonhoeffer der kath. Kirche?
Angesichts der Zustände auf der Welt (IS, Taliban, Ebola, Flüchtlingselend, Hunger, usw.) ist die Notwendigkeit der persönlichen Verantwortung dringend geboten.
Wie wäre es wenn Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller sich mit Prof. Dr. Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, -Asylpolitik- für ein Treffen auf einem Flüchtlings-Rettungsschiff im Mittelmeer verabredet. (Kommentar von Prantl am 18.04.2015: >...Flüchtlinge aus den Höllenländern müssen in der EU angesiedelt werden...Die EU muss die Visumspflicht für gewisse Zeit aufheben...Die EU-Politik hätte die Mittel und die Möglichkeiten, die Flüchtlinge zu retten...<) Bischof Tebartz-van Elst sollte Müller dabei ebenfalls begleiten. Dort ist der Heiland anzutreffen, wie Mutter Teresa den Heiland in Indien antraf. Das wären die Früchte im Sinne der frohen Botschaft, der Bergpredigt, des barmherzigen Samariters. Rupert Neudeck, Jürgen Todenhöfer, Jan Ziegler u. v. a. Nachfolgerinnen und Nachfolger würden ebenfalls einer Einladung nachkommen. Muss nicht alles getan werden, um auch die Fluchtursachen zu beseitigen? Die Kirche, die Mediengesellschaft hätte ihr Jahrhundertereignis.
Wäre hinzuzufügen: Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern. (Lukas 12,48) Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat. „Macht hoch die Tür, die Tür macht weit...“ Selig sind die Verfolgung leiden, um der Gerechtigkeit willen, denn ihnen ist das Himmelreich.
Um das zu begreifen reicht Volksschule und Konfirmationsunterricht vollkommen aus. Was hat eigentlich das langjährige Studium von Bischof Tebartz-van Elst an Früchten gebracht? Bei den Flüchtlingen wäre das Geld besser angelegt.
Und würde nicht die Kirche an Lebendigkeit, Bedeutung, Glaubwürdigkeit, gewinnen, wenn z. B. Herr Bischof von Tebartz-van Elst eine Stellungname zum Fall Elisabeth Käsemann (11.05.47-24.05.77 ermordet) veröffentlichen würde? -Herr Dohnanyi 2014: eine friedfertige, sozial engagierte Frau- Das würde den Kopf frei machen zu den Fragen: Was Nachfolge, Verantwortung, Nächstenliebe, Vorbild, usw. im Kern konkret bedeuten?
Dorothee Sölle, Rudi Dutschke, usw. ARD, 3 sat, (Dokumentarfilm -Das Mädchen - Was geschah mit Elisabeth K.?-) haben ihren Beitrag geleistet.
Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller, Rom kann ja ggf. Hilfestellung geben. Dies würden z. B. der kath. Priester Adolph Kolping, Dietrich Bonhoeffer und viele andere, auch begrüßen.
Nur noch so viel zu Elisabeth Käsemann: Ein Vorbild für intern. Solidarität. Sie wollte einen Beitrag zur Verbesserung der Ungerechtigkeit und Armut in Lateinamerika leisten. Ich hätte mir an ihrer Seite die Hosen voll gemacht. Aber der Heiland war immer in ihrer Nähe - davon zeugt auch die Befreiungstheologie- Frau Käsemann hat das Wort Gottes im Alltag lebendig werden lassen. Im Sinne der Bergpredigt, des barmherzigen Samariters praktizierte sie Menschlichkeit.
Bevor sie mit Genickschüssen in einem Foltergefängnis in Argentinien ermordet wurde, erlitt Frau Käsemann 2 1/2 Monate schwerste Folterungen (verprügelt, vergewaltigt, Stromschläge), die Schreie sind nicht zu beschreiben. Sie gehört auch zu den Nachfolgerinnen und Nachfolgern, an die man immer wieder erinnern muß.
So erinnere ich noch an Rudi Dutschke ein wahrhaftiger Nachfolger, ein großes Vorbild, (in meinem Buch Seite 478 bis 481 u. 488), der heimlich ein Tagebuch führte über Gott, die Liebe und die Grünen.
Im SPIEGEL 14/2003 aus "Im fernen Reich der Freiheit" ein Auszug: Ostern 1963 vertraut er, vierter Sohn eines Postbeamten und einer strengen protestantischen Mutter aus Luckenwald bei Berlin seinem Tagebuch an: >...Jesus ist auferstanden, Freude und Dankbarkeit sind die Begleiter dieses Tages; die Revolution der Weltgeschichte ist geschehen, die Revolution der Welt durch die alles überwindende Liebe.
Nähmen die Menschen voll die offenbarte Liebe im Für- Sich- Sein an, die Wirklichkeit des Jetzt, die Logik des Wahnsinns könnte nicht mehr weiter bestehen...<
Ich füge hinzu: Noch geschieht dies nicht, so geht zwangsläufig der Wahnsinn weiter. Aber ich hoffe weiter auf die Kraft der frohen Botschaft, auf die Verantwortung der Kirchenvertreter, der Vernunft im christlichen Sinne der Politiker, der Zivilgesellschaft, usw., für eine Umkehr, z.B. auch für eine Willkommenskultur für Flüchtlinge. Und wie ist der Umgang mit den Flüchtlingen bei uns? Sie würden doch gerne in ihrer Heimat bleiben. Wie ist das bei der AfD/Pegida? Was sind das für (christliche) Menschen, die kein Problem damit haben, wenn unschuldige Kriegsflüchtlinge auf der Flucht ihr Leben verlieren?
Diese Schicksale kommen in der Gesellschaft kaum zur Sprache. Was würde Dietrich Bonhoeffer oder Martin Niemöller dazu sagen?
Ich wiederhole M. Niemöller: >Jeder ist seines Glückes Schmied. Jeder und jede Interessengruppe für sich und Gott für uns alle. Das ist die christliche Welt. Wer will und wer kann da noch glauben, dass so die Menschheit leben, überleben könnte...<
Deutschland kann froh und stolz sein auf die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
Die Politik der Kanzlerin war jedenfalls alternativlos.
Es sei denn, man hat z. B. kein Problem damit, den unschuldigen hunderttausenden Flüchtlingen vor dem Zaun ihrem Schicksal zu überlassen. Und hat der sogenannte “Westen” nicht auch eine gehörige Mitschuld an diesem Elend, an diesen Tragödien weltweit? Die Kanzlerin hat ihre menschliche, christliche Verantwortung wahrgenommen. Ich kann nicht den geringsten Fehler erkennen und der Heiland und seine Nachfolgerinnen und Nachfolger wohl auch nicht. Ich hoffe, dass die breite Masse, sich wieder an diese Werte erinnert. Die Meinung von Herrn Seehofer und seinen Leuten fand ich unmöglich (um mich vornehm auszudrücken).
Ich hoffe, dass sie trotz der entsetzlichen Anfeindungen und Prügel, die sie einstecken muss, bei ihrer Politik der christlichen Werte bleibt. Ihr gehört der Friedens-Nobelpreis. Sie ist für mich eine vorbildliche Nachfolgerin im Sinne der frohen Botschaft.

Und wenn sie es auch noch schafft, dass die Reichen ihre Verantwortung wahrnehmen und z. B. mehr Steuern zahlen, damit der Staat seine Aufgaben erfüllen kann, bin ich hoch zufrieden.
Es wäre auch schön, wenn die Bergpredigt und z. B. das Gleichnis vom barmherzigen Samariter Frau Frauke Petry, von der AFD zum Umdenken bringen würde.

Aus dem Artikel von Anke Hollingshaus, "Wir sollten uns ein Beispiel an Malala nehmen", Wiesbadener Tagblatt, 13.10.2014:
>...Thorsten Schäfer-Gümbel, er bezog sich auf Dietrich Bonhoeffer von 1942: "Tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen sind keine christlichen Haltungen" "Jesus", interpretiert der Gastredner in der Lutherkirche, "hat nicht zugesehen...Er hat gehandelt" als er die Menschen zum gemeinsamen Mahl bat, statt sie wegzuschicken...<
Aus dem Artikel vom Wiesbadener Kurier v. 23.09.2015 "Flüchtlingskrise als Chance" die DEUTSCHE BISCHOFSKONFERENZ - die Unterstützung für die Asylsuchenden kann zu einem Imagegewinn beitragen. Aus dem Inhalt von Jörn Perske: Die Theologin Judith Könemann >...Die Flüchtlingskrise ist auch eine Chance für die Kirchen in Deutschland, ihre gesellschaftliche Relevanz und Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen... Kardinal Reinhard Marx, sagte zu Beginn der viertägigen Tagung: "Es wäre wichtig, dass wir auch für die Öffentlichkeit stärker sichtbar machen, was wir tun."

So hoffe ich auch auf eine breite Unterstützung z. B. für Norbert Blüm, Katrin Göring-Eckardt, Heiner Geißler, Claudia Roth, Gerhart Baum, Konstantin Wecker, Heinrich Bedford-Strohm, ev. Ratsvorsitzender, Oliver Albrecht, Probst von Süd-Nassau, Dr. Volker Jung, EKHN Präsident, Heinz-Jürgen Hauzel, Redaktionsleiter vom Wiesbadener Tagblatt, für die pakistanische-österreichische Menschenrechtsaktivistin Sabatina Janes (Frau des Jahres 2014), um nur einige zu nennen und ich denke an die vielen Helfer/innen. Sie verkörpern vorbildlich die frohe Botschaft. Sie haben das "Wehe Euch" nicht zu befürchten. Sie sind Kinder Gottes, große Vorbilder für gelebten, christlichen Glauben. Sie stehen für das Reich Gottes auf Erden. Und ich: Ich nehme jede Gelegenheit wahr, neben meiner Verpflichtung für meine Familie mit Migrationshintergrund, auch den Flüchtlingen die Hand zu reichen.
Wer hilft mit, den Brandstiftern entgegenzutreten und die Flüchtlinge zu integrieren?
Aus Abendlied von Mathias Claudius: >...Gott, lass uns Dein Heil schauen, auf nichts Vergängliches trauen, nicht Eitelkeit uns freu`n! Lass uns einfältig werden, und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein!... Verschon uns Gott mit Strafen, und lass uns ruhig schlafen, und unsern kranken Nachbar auch!

So verneige ich mich noch vor den wahrhaftigen Nachfolgerinnen und Nachfolgern, den Leuchttürmen der Menschlichkeit, den Märtyrern, den unschuldigen Opfern der Menschheits-geschichte.
So schließt sich der Kreis wieder zu Jesaja 58, 7 u. 8: Dann strahlt euer Glück auf wie die Sonne am Morgen, und eure Wunden heilen schnell; eure guten Taten gehen euch voran, und meine Herrlichkeit folgt euch als starker Schutz.

Papst Franziskus
in Jerusalem: Adam, wo bist du? Wer legt Zeugnis ab zur Ehre Gottes?

Wer macht mit? (als Nachfolger/in) Der Weg aus der globalen Krise

Am 07.09.216 war im Wiesbadener Tagblatt vom Bischof Georg Bätzing (am 18.09.2016 in Limburg geweiht) folgendes zu lesen:
Religion gewinnt weltweit an Bedeutung. Nicht aber die kath. Kirche. Bätzing führt dies auf die Aufklärung zurück. Aufgeklärte Gesellschaften berufen sich auf die Vernunft als universale Urteilsinstanz. Nicht mehr auf Gott. Für ihn steht die Kirche daher vor einer Weichenstellung: "Wir können sie zukunftsfähig machen, wenn das Evangelium wieder die Menschen berührt." Das war und ist mein Anliegen u. a. mit meiner Startseite, Broschüre und meinem Buch.
Wir schaffen das - in diesem Sinne hätte sich auch der Heiland geäußert und der hatte bis jetzt immer noch Recht behalten. Was sagte Martin Luther: "Mit unserer Macht ist es nichts getan; Wir sind gar bald verloren. Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren...Recht hat er. Ich würde mit großer Hochachtung auf Herrn Horst Seehofer und anderen schauen, wenn sie in den dramatischen Tagen der Flüchtlingskrise 2015 und danach auch auf weiteren "Baustellen" die Kanzlerin unterstützt hätten. So kam z.B. das Schicksal der Flüchtlinge, die auf der Balkanroute zu uns kamen und um ihr Leben fürchten mussten, bei den vielen Diskussionen zur Lösung der Krise nicht zur Sprache. Ich würde mir wünschen, dass Herr Horst Seehofer sich die menschlichen und christlichen Werte zu eigen macht, wie sie der Prinz Claus der Niederlande zum Ausdruck brachte: "Liebe nicht gemeint als warmes Gefühl, sondern als praktische Solidarität. Einen anderen nicht verhungern lassen, nicht aussondern. Hab lieb den Nächsten, den Fremden, der dir gleichwertig ist, jag ihn nicht weg, mache ihm keine Angst, er hat die selben Rechte wie du. Der Fremde ist der Nächste schlechthin." Wer macht mit?